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Studienrecht

Bei Fragen bezüglich der Rechte und Pflichten einzelner Studierender bzw. bei Problemen hinsichtlich im Gesetz festgelegter Richtlinien und Abläufen, ist es immer ratsam, die aktuelle Satzung der Uni Graz zu konsultieren. Dabei helfen wir natürlich gerne, da es manchmal für ungeübte Augen schwierig ist, sich mit unterschiedlichen Paragraphen auseinanderzusetzen.

Die wichtigsten rechtlichen Grundlagen für Studierende sind grundsätzlich:

Die aktuell gültige und bindende Fassung der Satzung der Uni Graz könnt ihr unter dem Menüpunkt “Studienrechtliche Bestimmungen” abrufen, sämtliche im Senat beschlossene Änderungen und Ergänzungen werden in Form von Mitteilungsblättern auf Uni Graz Online zur Ansicht bereitgestellt. Ihr findet diese im UGO auf der linken Seite beim Menüpunkt “Oberste Leitungsorgane – Senat – Mitteilungsblätter”.

Sämtliche Regelungen, die alle Universitäten österreichweit betreffen, werden durch das Universitätsgesetz 2002 geregelt. Das UG 2002 birgt eine Vielzahl an Bestimmungen bezüglich der Organisation der Studien und was deren Gestaltung betrifft. Des Weiteren enthält es auch Bestimmungen, die für einzelne Studierende sehr wichtig sein können, nämlich das Studienrecht. Hier werden Rechte und Pflichten von Studierenden, Bestimmungen zu Prüfungen, Abschlussarbeiten und noch vieles mehr geregelt.

Überblick über die Rechte und Pflichten von Studierenden

Die folgenden Bestimmungen gemäß UG 2002 sind für Studierende an allen Universitäten gültig.

  • Zu Beginn einer Lehrveranstaltung haben Studierende das Recht, die Beurteilungskriterien der Lehrveranstaltung zu erfahren. Der/die Vortragende ist verpflichtet, sie in der ersten Einheit bekannt zu geben und darf sie nachträglich nicht mehr ändern.
  • Prüfungstermine für Vorlesungen müssen dreimal pro Semester angeboten werden und zwar am Anfang, zur Mitte und am Ende des Semesters (insgesamt min. 6 Termine im Jahr). Bei Vorlesungen, die nicht mehr abgehalten werden, gilt diese Regelung bis drei Semester nach Abhaltung der Vorlesung. Achtung: Bei StEOP-Lehrveranstaltungen müssen nur zwei Prüfungstermine pro Semester angeboten werden.
  • Die Beurteilung einer Prüfung/LV muss innerhalb von vier Wochen erfolgen. Sollte dies nicht der Fall sein, wendest du dich am besten an deine Studienvertretung.
  • Negativ beurteilte Prüfungen können dreimal wiederholt werden (4 Antritte insgesamt!). Im Falle einer vierfachen negativen Beurteilung bist du an der Uni Graz in jenen Studien, in denen die betreffende LV als Pflichtfach angeführt wird, gesperrt, nicht aber an anderen Universitäten.
  • Bei einer negativen Beurteilung hast du das Recht, auf Anfrage den Grund dafür zu erfahren. Die Auskunft darf dir nicht verweigert werden und muss auf Anfrage auch schriftlich gegeben werden. Generell gilt, dass eine Prüfungen 6 Monate von dem/der Lehrenden zur Einsichtnahme aufbewahrt werden muss, erst danach darf sie entsorgt werden. Bei dieser Einsichtnahme hast du das Recht, die Prüfung zu kopieren (Ausnahme: Multiple choice-Prüfungen).
  • Falls aus nachweisbaren Gründen eine Prüfungsart nicht bzw. nur schwer möglich ist (z.B. im Falle einer Behinderung etc.), darf Antrag auf eine andere Prüfungsmethode (z.B. mündlich statt schriftlich) gestellt werden.
  • Ab der zweiten Wiederholung einer Prüfung kannst du dir auf Antrag eine/n andere/n Prüfer/in aussuchen, davor muss dein Antrag zwar berücksichtigt, aber diesem nicht unbedingt stattgegeben werden.
  • Im Falle eines nachweisbaren schweren Mangels der Prüfung (z.B. Lärm, PC-Absturz…) hast du das Recht, die Prüfung zu wiederholen. Dazu musst du allerdings einen Antrag bei dem jeweiligen Dekanat ausfüllen und abgeben. Der mangelhafte Prüfungsantritt wird (bei positivem Bescheid) dadurch annulliert, d. h. du stehst beim selben Prüfungsantritt wie davor.
  • Bei mündlichen Prüfungen muss ein Prüfungsprotokoll angefertigt werden. Dieses muss zumindest die Prüfungsfragen, die Beurteilung, Gründe für die negative Beurteilung und besondere Vorkommnisse beinhalten.

Die folgenden Bestimmungen sind gemäß Satzung ausschließlich für Studierende der KF-Uni Graz verbindlich. Sie ergänzen und vervollständigen die oben genannten Regelungen.

  • Bei Vorlesungen (VO) muss  die Beurteilung in einem einzigen Prüfungsakt erfolgen, entweder mündlich oder schriftlich oder eine Kombination aus beidem. Andere Zusatzleistungen (wie z.B. Referate, Zwischenklausuren, Anwesenheit etc.) dürfen dabei nur als freiwillig angesehen werden; die positive Beurteilung muss in jedem Fall nur durch Teilnahme an diesem einzelnen Prüfungsakt möglich sein.
  • Bei Lehrveranstaltungen mit immanenten Prüfungscharakter (Seminare, Kurse etc.) findet der Prüfungsakt im Rahmen der gesamten Lehrveranstaltung statt. Achtung: als Prüfungsteil zählt dabei auch die Annahme eines Referatsthemas, Abgabe einer Hausübung etc. Wird der Kurs nach erbrachter Teilleistung abgebrochen, ist nur eine negative Beurteilung möglich.
  • Bei Vorliegen von wichtigen Gründen können Studierende für einzelne Lehrveranstaltungseinheiten von der Anwesenheitspflicht entbunden werden. Wichtige Gründe sind insbesondere: Krankheit, Schwangerschaft, Berufstätigkeit oder Sorgepflichten. Achtung: Dies ist nur für einzelne Einheiten, NICHT aber für die gesamte Lehrveranstaltung möglich! Die Befugnis dazu wird von dem/der Lehrveranstaltungsleiter/in gegeben.
  • Ab der zweiten Wiederholung kann auf Antrag der/des Studierenden (am Dekanat) die Beurteilung der Teilnahme an Lehrveranstaltungen mit immanentem Prüfungscharakter auch in einem Prüfungsakt erfolgen. Das heißt, wenn du vor dem dritten Antritt in einem Kurs/Seminar stehst, ist es möglich, diesen in Form einer einzigen Endklausur statt der regulären Lehrveranstaltung abzulegen.
  • Studierende sind auf begründeten Antrag hin für höchstens zwei Semester je Anlassfall zu beurlauben, wobei jedenfalls die Ableistung eines Präsenz- oder Zivildienstes, länger dauernde Erkrankung, Schwangerschaft, sowie die Betreuung eigener Kinder ausreichende Gründe darstellen. Der entsprechende Antrag ist bei der Studienabteilung einzubringen bzw. abzugeben. Das Formular und nähere Informationen sind hier zu finden.
  • Reguläre Prüfungstermine dürfen nicht in der lehrveranstaltungsfreien Zeit abgehalten werden. Allerdings ist es möglich, zusätzliche (also mehr als die vorgeschriebenen 3 pro Semester) Prüfungstermine auch in den Ferien abzuhalten.
  • Studierende sind berechtigt, mit der Anmeldung die Ablegung der Prüfung in einer von der im Curriculum oder auf andere Weise festgelegten Prüfungsmethode abweichenden Methode zu beantragen (z.B. mündlich statt schriftlich oder umgekehrt). Dem Antrag auf Genehmigung einer abweichenden Prüfungsmethode ist zu entsprechen, wenn die Studierenden eine länger andauernde Behinderung nachweisen kann, die ihnen die Ablegung der Prüfung in der vorgeschriebenen Methode unmöglich macht und wenn der Inhalt und die Anforderungen der Prüfung durch eine abweichende Methode nicht beeinträchtigt werden.
  • Du bist dazu verpflichtet, der Universität Namens- sowie Adressänderungen sofort über UGO bekannt zu geben.
  • Innerhalb der jeweiligen Zulassungsfrist des Semesters musst du, sofern du nicht in Mindeststudienzeit plus Toleranzsemester studierst oder anderweitig befreit bist, die Studiengebühren sowie den ÖH-Beitrag einzahlen. Achtung: Der ÖH-Beitrag ist immer einzuzahlen, auch wenn du von Studiengebühren befreit bist, ansonsten wirst du vom Studium abgemeldet.
  • Du bist dazu verpflichtet, dich fristgerecht für Prüfungen und Lehrveranstaltungen mit immanenten Prüfungscharakter anzumelden sowie ggf. rechtzeitig wieder abzumelden. Bis spätestens 24 Stunden vor Prüfungsbeginn kannst du dich selbst auf UGO von der Prüfung abmelden, danach noch per E-Mail an den/die LV-Leiter/in. Eine Anmeldung zu einer Vorlesungsprüfung und das Nichterscheinen zu dieser zählt aber nicht als Antritt. Achtung: Wenn du dich nicht rechtzeitig abmeldest, ist es der LV-Leitung erlaubt, dich bei Nichterscheinen bis zu 8 Wochen oder für den nächsten Prüfungsantritt zu sperren!