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Vorziehregelung verschlechtert

Der Senat der Uni Graz hat in seiner letzten Sitzung vor den Ferien noch eine Verschlechterung der Vorziehregelung beschlossen. Es gilt bis auf weiteres "90/10" statt "80/40".

Die Vorziehregelung ermöglicht es, bereits Lehrveranstaltungen (LVen) aus einem aufbauenden Masterstudium zu absolvieren, wenn man noch in einem Bachelorstudium studiert.
Dazu muss man allerdings kurz vor Abschluss seines Bachelorstudiums stehen. Konkret konnte man bisher LVen im Ausmaß von 40% der ECTS des Masterstudienplans (also 48 ECTS) vorziehen, wenn man bereits 80% der ECTS des Bachelorstudiums (also 144 ECTS) absolviert hatte.

Diese “80/40”-Regelung wurde nun auf “90/10” verringert:
D.h. man muss ab nächstem Semester als Bachelorstudi mindestens 162 ECTS (90%) absolviert haben, um nur 12 ECTS (10%) des Masterstudiums vorziehen zu können.

Im Raum stand sogar eine völlige Abschaffung der Vorziehregelung, das konnte aber durch die StudierendenvertrerInnen im Senat verhindert werden. Argumentiert wurde diese Überlegung damit, dass man ja mittlerweile auch unter dem Jahr ein aufbauendes Masterstudium inskribieren kann, und somit nicht an die Inskriptionsfristen gebunden ist. Außerdem würde die Vorziehregelung einen großen Verwaltungsaufwand nach sich ziehen.

Für viele Lehrveranstaltungen muss man sich allerdings zu Beginn des Semesters anmelden, die angesprochene Flexibilität ist hier nicht gegeben. Das Masterstudium Psychologie ist außerdem zugangsbeschränkt; das Aufnahmeprozeder findet nur einmal im Jahr statt. Hier wird es durch die neue Regelung zu massiven Stehzeiten kommen.
Auch können Berufstätigkeit oder Kinderbetreuungspflichten dazu führen, dass man am Ende seines Bachelorstudiums ein Semester hat, in dem nur mehr sehr wenige LVen zu absolvieren sind. Bisher konnte man ein solches Semester mit Master-LVen “auffüllen” um insgesamt keine Studienzeitverzögerung zu erleiden. Das ist mit lediglich 12 Master-ECTS durch die neue Regelung nicht mehr möglich.

Der Senat hat trotz des Widerstands der Studierenden diese Änderung nun beschlossen. Wir werden aber weiterhin dafür kämpfen, dass sie zurückgenommen wird. Näheres zu geplanten Maßnahmen folgt.

Bis dahin haben wir eine E-Mailadresse eingerichtet, wo wir eure Falldarstellungen, Beschwerden und euren Unmut sammeln wollen. Schreibt uns, wie ihr von der Neuregelung betroffen seid und wie sie euch in eurem Studium behindert:
vorziehregelung@oehunigraz.at